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Mangos zum Schleuderpreis

20 July 2019
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Mangos zum Schleuderpreis – doch nicht jeden freut es!

01 January 2017

35 Cent für einen Kilo Mangos – ein Preis, von dem deutsche Verbraucher nur träumen können. Auf den Philippinen gab es dieses „Schnäppchen“ jedoch Mitte Juni. Allerdings konnte sich nicht jeder darüber freuen. Grund für die niedrigen Preise war die überdurchschnittlich gute Ernte der Mangos in den Wochen zuvor. Es wird vermutet, dass der Überhang der Früchte eine Auswirkung des Klimawandels ist.

Um die Früchte vor dem Verderb zu bewahren, rief das philippinische Landwirtschaftsministerium das Programm „Metro Mango“ ins Leben. Dazu wurde eine große Anzahl an Straßenverkaufsständen errichtet, um die Tropenfrüchte zu vertreiben. Entsprechend der Qualität lagen die Preise zwischen 35 bis 85 Euro-Cent pro Kilo. Der Landwirtschaftsminister Manny Pinol betonte, dass innerhalb der ersten drei Stunden des Programms 15.000 Kilo der Früchte verkauft worden wären. Das Wetterphänomen „El Niño“ sei der Hauptgrund für die Überproduktion. Unter den niedrigen Preisen litten besonders die Bauern. Weiterlesen.

Während des wiederkehrenden „El Niño“ kommen Winde vor der Küste Südamerikas nicht auf und die Temperatur an der Meeresoberfläche steigt stark an. Im gesamten Pazifikraum verschieben sich daher unter anderem Niederschläge. So waren auf den Philippinen die Bedingungen für Mangos in diesem Jahr außergewöhnlich gut. Weiterlesen.

Auch auf der anderen Seite des Pazifiks in Südamerika fiel die Mangoernte übermäßig gut aus. Dies führte dazu, dass bereits geerntete Früchte teilweise auf den Feldern zurückgelassen wurden, da die Überproduktion so hoch war und daher durch den Verkauf kein Gewinn mehr erzielt wurde. Staatliche Institutionen schlugen vor, vermehrt Konserven-und Verarbeitungsfabriken für Mangos aufzubauen. Lokale Kooperativen beklagten zudem, dass der Arbeitsaufwand für den Anbau reduziert werden müsse. Allein im Norden des Landes schafft der Sektor in der Haupterntezeit von Ende März bis Ende Juni circa 6.000 Arbeitsplätze. Weiterlesen.

Der Klimawandel und seine Auswirkungen beschäftigen auch die Obst- und Gemüsebranche seit Jahren verstärkt. Extremwetter und wiederkehrende Wetterphänomene können gravierende Auswirkungen auf die Ernten und somit auch auf die Produktqualitäten haben. Um den Verbrauchern am Point-of-Sale dennoch hochwertige Produkte anbieten zu können, ist eine belastbare Supply Chain enorm wichtig. Sourcing in einem einzigen Land oder einer einzigen Region führt nicht selten zu Qualitätsproblemen bis hin zum Verlust der Lieferfähigkeit, wenn beispielsweise die gesamte Ernte durch einen Hagelschauer vernichtet wird. InQuality Germany unterstützt Unternehmen bei der Analyse, Risikobewertung und Umstrukturierung der Supply Chain, damit Sie Ihren Verbrauchern stets die höchste Qualität liefern können!

Informieren Sie sich unter www.inquality.eu oder kontaktieren Sie uns unter info@inquality.de.

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